„Hinschauen und Handeln heißt Glauben leben!“

Bezirks-Kindergottesdienst am 18.02.2018 in Schifferstadt. Eine Puppe, die „gechillt“ auf einem Stuhl sitzt, eine Sonnenbrille auf und Kopfhörer auf den Ohren. Etwas davon entfernt eine Puppe, die auf dem Boden liegt, augenscheinlich verletzt und bereits mit einigen Verbänden versorgt. Eine dritte Puppe, die sich über die verletzte beugt, direkt daneben ein Erste Hilfe-Koffer. … Eine ungewöhnliche Dekoration, die am 18. Februar 2018 den Altar in Schifferstadt zierte. – Grund: Der Bezirks-Kindergottesdienst, der an diesem Tag unter dem Motto „Der barmherzige Samariter – Hinschauen und Handeln heißt Glauben leben“ stattfand – das erste Mal gemeinsam mit den Kindern aus den seit Jahresbeginn zum Bezirk Rheinpfalz gehörenden Gemeinden Kaiserslautern, Grumbach, Kusel, Ramstein-Miesenbach und Rockenhausen.

Nachdem Hirte Binder die Kinder der neu zum Bezirk hinzugekommenen Gemeinden im Kreis der Gottesdienstteilnehmer und auch im Kreis des Kinderchores willkommen geheißen hatte, las Schwester Stefanie Enders den Kindern zunächst die Geschichte des barmherzigen Samariters in kindgerechter Sprache vor. Danach erarbeitete Hirte Binder gemeinsam mit den Kindern anhand der Altardekoration und unter Bezugnahme auf die vereinfachte Geschichte, was Jesus einem Schriftgelehrten und seinen Zeitgenossen mit dem Gleichnis vom barmherzigen Samariter sagen wollte: Sicherlich hätten alle drei Männer, die an dem Verletzten vorbeikamen, gute Gründe gehabt weiterzugehen: Termine, die auf sie warteten; die Gefahr, eventuell selbst ebenso von den Räubern überfallen zu werden; Ekel vor dem sehr wahrscheinlich nicht sehr einladend aussehenden Verletzten; Angst, bei der Ersten Hilfe etwas falsch zu machen. Dennoch hat sich ausgerechnet derjenige, von dem man es eigentlich gar nicht erwartet hätte, der von den Juden verachtete Samariter, überwunden und dem Verletzten geholfen und nicht diejenigen, die dafür eigentlich prädestiniert gewesen wären: die, die dem Herrn täglich dienten: der Priester und Levit.

Priester Alexander Strobel (Gem. Speyer) gab den Kindern in seinem Mitdienen einen guten Rat, wie es einem etwas leichter fallen kann, anderen zu helfen: indem man sich in den Verletzten bzw. Hilfsbedürftigen hineinversetzt … „Was würde ich mir wünschen und erhoffen, wenn ich verletzt wäre und dringend Hilfe bräuchte?“

Nach einem Vortrag des Kinderchores überlegte Hirte Binder gemeinsam mit den Kindern, wie man anderen helfen könne. Schnell fiel den Kindern ein, was man auch bei einem Erste Hilfe-Kurs lernt: dass man Erste Hilfe leisten und einen Notruf absetzen kann. Und auch die Möglichkeit der Hilfe für Menschen in Not über Spendenorganisationen war eine recht schnelle Antwort. Dann aber wurde es ganz konkret: Wie können die Kinder in ihrem ganz persönlichen Alltag anderen helfen? … Und da tat sich ein recht breites Spektrum auf, wie wir Jesu Gebot der Nächstenliebe befolgen und anderen eine Hilfe sein können: bei Streitigkeiten Frieden stiften; anderen Hoffnung und Trost zusprechen; für andere beten (unsere Art, einen „seelischen Notruf“ abzusetzen); Freude bereiten, z.B. durch einen Besuch bei jemandem, dem es nicht so gut geht. Wichtig sei dabei, offene Augen für die Nöte anderer zu haben und sich dann auch die Zeit für barmherziges Handeln zu nehmen. Dann könne gelingen, was die Kinder in einem ihrer letzten Lieder gesungen haben: „Freude/Frieden/Hoffnung wünsch‘ ich dir!“, ja dann wird aus dem „Wünschen“ letztendlich ein „Schenken“ dieser Gaben!

Nach dem Gottesdienst hatten die Kinder noch die Gelegenheit, das Thema der Barmherzigkeit mit Ausmal- und Bastelarbeiten sowie einem Wörtersuchrätsel zum Gleichnis des barmherzigen Samariters nachzubereiten, aber auch einmal aufzuschreiben, inwieweit sie selbst schon einmal geholfen bekommen haben und wie sie von ihrer Seite bereits einmal eine Hilfe für jemand anderen waren. Außerdem hatten sie die Möglichkeit, ganz unmittelbar jemandem eine Freude zu bereiten: nämlich unserem Bezirksapostel Koberstein durch die Gestaltung einer Dankeskarte mit ganz persönlichen Abschiedswünschen.

Was bleibt? … Das Bemühen, sich in Zukunft verstärkt als „barmherziger Samariter“ zu erweisen, und hoffentlich eine große Vorfreude auf den nächsten Bezirks-Kindergottesdienst, zu dem die Kinder bereits jetzt den Altarschmuck vorbereiten konnten, indem sie in ihren eigenen Händeabdruck wichtige Dinge aufschreiben durften, die ein Mensch zum Leben braucht. … Und was braucht er mehr als die Barmherzigkeit seiner Mitmenschen? ……….

 

 

 

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