„Locker machen - aufwärmen“

Am 21. Januar 2018 hielt Bischof Karl-Erich Makulla (Bezirk Nordost) den Jahresauftaktgottesdienst für die Jugend in der Kirchengemeinde Kaiserslautern. Dort versammelt waren viele Jugendliche aus den Bezirken Rheinpfalz und Saar-Pfalz.

Als Grundlage für den Gottesdienst diente das Bibelwort, welches in Apostelgeschichte 4, Vers 12 niedergeschrieben war:


„Und in keinem anderen ist das Heil, auch ist kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, durch den wir sollen selig werden.“

Einleitend sprach der Bischof von vielen Gemeinsamkeiten zwischen ihm und den Jugendlichen. Dennoch stellte er unsere Erwählung Gottes zu unserer Geburt und zum Ende den Glauben an die Wiederkunft Christi, in den Vordergrund. Die Predigt gliederte er in drei Teile. Zu Beginn sprach er von einem Beispiel aus dem Sportunterricht der Schule, wo man sich davor auflockern und warm machen muss. Auf den Glauben bezogen, soll man sich für das neue Jahr, jeden Tag „locker machen“, um den Aufgaben, Problemen, Prüfungen und Vielem mehr, entgegenstehen zu können. Denn genau solche Probleme oder Aufgaben können Verkrampfungen hervorrufen. Dazu erwähnte er wieder ein Beispiel vom Fußball, wo sich Mitspieler nach der regulären Spielzeit auch oft gegenseitig helfen, um den Krampf bei einem Teamkollegen zu lindern. Im Glaubensleben ist das oft nicht anders. Wenn Probleme, eine schwierige Situation, Aufgaben im Leben der Jugendlichen zu bewältigen sind, kann es passieren, dass jemand mal verkrampft. Dem Nächsten geht es schlecht oder er hat Probleme. Dann war der Aufruf an die Jugend sich untereinander zu helfen. Dabei aber darauf zu achten, nicht lässig zu werden, stets sich zu Jesus zu orientieren und die Kraft Gottes täglich aufs Neue zu nutzen.

Glauben bekennen

Im zweiten Teil erzählte der Bischof von einem Gedanken des Stammapostels. Warum Christen eigentlich sonntags als sogenannte Tradition in den Gottesdienst gehen. Hier stellte er zwei Punkte in den Mittelpunkt: „Den Glauben an Gott, Jesus Christus und den Heiligen Geist sowie den Glauben an die Wiederkunft Christi“. Ein Gottesdienst soll genutzt werden, um seinen Glauben zu bekennen, hierbei sei es wichtig, dass man seine Prioritäten richtig setzt und auch dafür gerne Zeit opfert. Auch hier wies der Bischof wieder auf einen Vergleich zwischen weltlichen und göttlichen Gedanken der Menschen. Es wird oft tagtäglich demonstriert, wenn einer bestimmen Personengruppe etwas nicht gefällt. Im Gottesdienst „demonstrieren“ wir auch und zwar jeder gegen das Böse auf dieser Welt.

Nicht verkrampfen

Im dritten Teil ging Bischof Makulla näher auf das Textwort ein. Die Apostel Petrus und Johannes brachten zur damaligen Zeit Gottes Heilung zu einem kranken Menschen. Was natürlich auch damals Aufsehen erregt hat. Die Apostel bekannten auch hier vor dem hohen Rat ihren Gott und Vater und dessen Stärke. Petrus war eher ein Glaubensmensch und Johannes dagegen mehr der Emotionale, welcher in Liebe arbeitete. So gingen sie beide gemeinsam und setzten ihre durch Gott gegebenen Stärken zusammen ein.
Besonders heutzutage gibt es täglich unzählige Einflüsse, die bei jedem Menschen Unsicherheiten auslösen können. Was heute morgen noch gestimmt hat, muss jetzt schon lange nicht mehr stimmen. Wenn ein Arzt ein Medikament gegen eine Krankheit verschreibt und man danach im Internet 20 schlechte Anmerkungen zu diesem Medikament liest, kann das auch Bedenken aufkommen lassen. Das Böse ist jeden Tag dran den Menschen zu verunsichern und noch viel mehr den Menschen im Glauben zu verwirren, ins Straucheln zu bringen. Dennoch gab der Bischof den Jugendlichen hier auch die Sicherheit, dass mit dem Glauben an Gott und vor allem wenn man nicht nur Hörer, sondern auch Täter von den Worten Gottes ist, keine Unsicherheiten entstehen können. Der Heilige Geist gibt jedem Menschen täglich aufs Neue Sicherheit im Leben, dennoch ist es wichtig Gottes Wort zu hören, um nicht zu „verkrampfen“.

Auch die frühen Christen standen schon vor großen Aufgaben und Problemen. Diese konnten sie dennoch gemeinsam mit der Kraft Gottes bewältigen, um so dem Bösen entgegen zu treten. Hierbei ist es damals wie auch heute wichtig, beständig im Glauben zu sein und nicht locker zu lassen. Beständig in der Gemeinschaft zu sein, hier auch mitzugestalten und nicht nur Konsument des täglichen Lebens zu sein. Beständig im Brotbrechen, beständig im Gebet. Die Kraft erhält man durch die Lehre der Apostel, sodass wir davon hören und danach handeln. Sie kann noch in vielen anderen Dingen liegen, wie in dem Jugendtag, der Gemeinde oder dem Nächsten.

Der Bezirksevangelist Littek sprach den Glauben an Gott an, Jesus ist und bleibt, so wie er ist, jetzt und in Zukunft, egal was auch kommen mag. Bekennen wir uns zu Gott. Denn Gott und Jesus bekennen sich auch zu uns. Genau deswegen können wir in diesem Sinne „locker“ bleiben. Wir haben die Gewissheit, Gott steht uns immer bei, er bekennt sich immer zu uns.

Der Bezirksälteste Adameit nannte das Eingangsgebet und die Predigt des Bischofs einen Weckruf an alle. In diesem Gottesdienst haben die Jugendlichen Grundlagen für den Glauben bekommen, Grundlagen den Glauben jeden Tag im neuen Jahr anzuwenden und sich zu Gott zu bekennen. Denn Gott weiß jeden Tag von Neuem, was jeder einzelne braucht, um durch den Tag zu kommen, um Probleme und Aufgaben zu meistern und genau da hilft er uns. Er gibt uns Sicherheit und Geborgenheit.
Er hat dazu noch den Gedanken des Gottesdienstbesuches am Sonntag aufgegriffen und gefragt: Was ist denn mit dem Wochengottesdienst? Auch hier sei es wichtig, neue Kraft und neues Heil von Gott zu erlangen, um nicht müde im Glauben zu werden. Als sogenannte Leistungsträger im christlichen Glauben wollen wir auch hier keinen Rückstand aufkommen lassen, nämlich Gott nachzufolgen und ihn zu bekennen. Als letzten Punkt zeigte er nochmal auf, dass jeder Gottesdienst auch etwas Besonderes ist, denn in jedem Gottesdienst sind auch die Seelen aus der Ewigkeit bei uns.

Der Bezirksälteste Weber sprach von der Begeisterung über den Gottesdienst und wie essentiell es sei, „locker“ im Glauben zu sein. Denn nur so kann uns Gott formen wie der Töpfer den Ton. Die Glaubensgelassenheit, die wir täglich aufs Neue haben, basiert auf der Grundlage unseres Glaubens. Gott ist mit uns und das in jeder Lage und Situation. Es ist wichtig diese Sicherheit zu teilen. In der Gemeinschaft an diejenigen weiterzugeben, die vielleicht nicht so „locker“ oder „gelassen“ im Glauben sein können.

Heiliges Abendmahl

Als Überleitung zum Heiligen Abendmahl sprach Bischof Makulla von den Feinden des „locker“ Seins. Die bittere Wurzel, welche Ärger, Enttäuschung, Wut und noch vieles mehr sein kann. Solche Dinge belasten und verkrampfen uns. Dennoch, um die Gnade Gottes zu erlangen, müssen wir erstmal an uns arbeiten. Demütig unsere Fehler bereuen, um Gott näher zu kommen. Außerdem sprach der Bischof noch das Bußlied an, in dem die Rede von der schönen Pforte ist. Diese Pforte zum Himmelreich Gottes ist nicht immer breit und groß, manchmal ist es sogar sehr eng und schmal. Daher ist es wichtig, dass wir demütig und bewusst zum Heiligen Abendmahl gehen.

Einstimmung und Dank

Nach dem Gottesdienst wurden die Jugendlichen mit einem Videobeitrag auf das nächste Großereignis eingestimmt: den Internationalen Jugendtag 2019 in Düsseldorf. Außerdem wurde der langjährige Jugendchordirigent Sebastian Benz verabschiedet, der diese Aufgabe aufgrund seines Studiums in Zukunft nicht mehr wahrnehmen kann.

 

Autor: R. Kreutz
Bilder: T. Deubel

 

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